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  Teletubbies helfen Kleinkindern nicht beim Spracherwerb

Ziel der Studie war die Beantwortung der Frage, ob Fernsehsendungen für Kleinkinder die Sprachkompetenz fördern. Die amerikanischen Psychologen um Marina Krcmar fanden heraus, dass ein- bis zweijährige Kinder durch das TV-Programm "Teletubbies" keine neuen Wörter lernen.
In verschiedenen Szenarien wurde das Wortlernen von 48 Kindern im Alter von 15 bis 24 Monaten untersucht. Einmal sprach eine erwachsene Person direkt mit den Kindern. In einem anderen Szenario sahen und hörten die Kinder die Person über einen Bildschirm. Der dritten Gruppe wurde ein Ausschnitt aus der Fernsehsendung "Teletubbies" vorgespielt.
Am effektivsten war das Wortlernen durch die direkte Interaktion mit der erwachsenen Person. Kinder, die in dieser Situation neue Wörter lernten, konnten anschließend auf die entsprechenden Gegenstände zeigen. Kindern, denen man die neuen Wörter durch das Fernsehen präsentierte, gelang die Identifikation der richtigen Gegenstände nicht.  
Die Hoffnung vieler Eltern, dass Fernsehsendungen wie "Teletubbies" die Sprachentwicklung ihrer Kinder fördern, hat sich durch diese Untersuchung als falsch erwiesen.

Marina Krcmar (Wake Forest University, Winston-Salem) et al: Media Psychology, 2007, Band 10, S. 41-63

 

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